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Jürgen Schwab: „Eurasien“ als Idee


Ein weiteres Thema, das auf der zurückliegenden 3. Arbeitstagung „nationalrevolutionär heute“ (AT NR heute) erörtert wurde, ist die Idee „Eurasien“. Dabei handelt es sich zunächst um einen aus der Geographie stammenden Begriff, der aufs Politische bezogen wird. Es liegt hier als ein geopolitischer Ansatz vor.


Die Teilnehmer der AT NR heute stimmten darin überein, daß es gegenwärtig und künftig bei „Eurasien“ um eine antiimperialistische Strategie zum Ausschluß der USA als raumfremde Macht gehe. In diesem Sinne seien auch Begriffsverwirrungen wie die von einer eurasischen „Nation“, einem eurasischen „Reich“ oder gar einer eurasischen „politischen Einheit“, also einem solchen Staat, zurückzuweisen, wie sie auf http://www.eisernekrone.tk vertreten werden. Um Eurasien als antiimperialistische Idee überhaupt fruchtbar machen zu können, seien die Möglichkeiten und Grenzen dieser Strategie auszuloten. Konzeptionelle Überdehnungen und uneinlösbare Utopien könnten hingegen nur dem Feind von Nutzen sein.

Gegenüber den Teilnehmern der AT NR heute machte ein autonomer Eurasier deutlich, daß es nicht „die“ Idee von Eurasien gebe, sondern eine ursprüngliche bzw. historische, die aus Rußland stamme, wozu im Laufe der Zeit noch mehrere Auslegungen hinzugetreten seien, die allerdings inhaltlich erheblich voneinander abweichen. Das Spektrum heute, von dem „Eurasien“ beansprucht werde, reiche von Traditionalisten in der Tradition des italienischen Philosophen Julius Evola bis hin zu nationalrevolutionären und nationalbolschewistischen Gruppen. Da es vom europäischen Traditionalismus mittlerweile auch eine islamistische Abzweigung gebe, laufe „Eurasien“ bei dieser Gruppe letztendlich auf ein islamisches Kalifat hinaus (wie bei http://www.eisernekrone.tk).

Es versteht sich von selbst, daß die islamistische Auffüllung der Begriffshülle „Eurasien“ mit der ursprünglichen Intention nichts zu tun hat und auch nicht von der Deutschen Akademie (DA) geteilt wird. Martin Laus analysierte zutreffend auf der AT NR heute, daß Europäer, die aufgrund ihres Anti-Amerikanismus zum Islam überlaufen, letztendlich – unter umgekehrten Vorzeichen – der „Logik“ vom amerikanischen „Kampf der Kulturen“ entsprächen. Hierbei gehe es vor allem darum, eine etwaige dritte, nämlich deutsche und europäische Position in dieser Auseinandersetzung aus dem Blickfeld zu drängen.
Gleichwohl sieht die Deutsche Akademie (DA) nicht im Islamismus den „Hauptfeind“, nicht einmal einen „Feind“, weil sich Nationalisten, so Martin Laus, um politische Feindschaften kümmerten und nicht um religiöse Ablenkungsmanöver von Uncle Sam, der die Heraufbeschwörung der islamistische Gefahr dringend für s e i n e n Kampf der Kulturen benötige. Daß darauf viele nationale Rechte hereinfielen, sei zwar bedauerlich, aber als gegeben hinzunehmen. So entwickelt eine Gruppe von „Eurosibiriern“ (Guillaume Faye, Pierre Krebs, Pierre Vial, Anatoli Iwanow) die Ideologie des Rassenkampfes zwischen Nord und Süd, wobei „der Islam“ die Rolle des Südens einzunehmen habe, was natürlich nicht der Wirklichkeit entspreche, da es in Schwarzafrika gerade viele christlich missionierte Völker und Stämme gebe. Umgekehrt gibt es in Europa zwei überwiegend islamische Völker: Bosnier und Albaner. Aber solche Feinheiten stören die „Eurosibirier“ nicht. Schon bei der Bezeichnung „Eurosibirien“ handelt es sich offenkundig um einen Etikettenschwindel, da Faye in einem Redebeitrag von einer Einheit der weißen Völker „von Vancouver bis Wladiwostok“ redete. Uns ist aber nicht bekannt, daß Vancouver zu „Eurosibirien“ gehört.
Daß wir Europäer dann beim Kampf zwischen Süd und Nord auf der Seite des „weißen Amerikas“ gegen eine Abtretung Kaliforniens und Texas an Mexiko zu stehen haben und auf der Seite der USA, wenn diese im Irak Erdöl plündern und in Afghanistan eine Pipeline bauen wollen, dies alles versteht sich dann schon von selbst. Daß das weiße Amerika nicht so handelt wie wir Deutsche es seit Wilhelm und Adolf wollen, liegt – so die Vertreter der reinsten Rassenlehre – einzig und allein an der „Vernegerung“ und „Verjudung“ der USA.

Wer erkannt hat, daß diese Theorie dem wirklichen Hauptfeind in die Arme arbeitet, der sollte sich mit den Ursprüngen der Idee von Eurasien befassen. Es handelt sich dabei, und da sind sich alle Verfechter dieser Idee einig, um eine antiimperialistische Strategie zur Abwehr bzw. zum Ausschluß raumfremder Mächte. Und das sind heute die USA. Hier mag man aus nationalistischer Sicht einwenden, daß Europa doch ein eigener Kontinent sei, was aber rein geographisch nicht zutrifft, vielmehr hat Europa sowohl geographisch als auch kulturell nach Osten offene Grenzen bzw. fließende Übergänge, was ein eigenes Thema wäre. Aber sicherlich unterscheiden sich die Europäer rassisch und kulturell von den eindeutig asiatischen Völkern. Und diese Unterscheidung soll auch weiterhin Bestand haben.

Allerdings ist hier zu erkennen, daß der Erfolg des US-Imperialismus auf einer eurasischen Gesamtstrategie beruht. Schließlich findet militärische Besatzungspolitik der USA sowohl im Westen des Gesamtkontinents, beispielsweise in Deutschland, Italien, in der Türkei, aber auch im Osten, in Japan und Süd-Korea, sogar im zentralen Afghanistan und in anderen zentralasiatischen Staaten statt. So weist der amerikanische Stratege Zbigniew Brzezinski in seinem Buch „Die einzige Weltmacht“ auf die Notwendigkeit des US-Imperialismus hin, das „eurasische Schachbrett“ zu beherrschen, das heißt die Völker und Staaten auf diesem Kontinent von Seiten der USA gegeneinander auszuspielen. In diesem Sinne, so waren sich die AT-Teilnehmer einig, sei auch vom deutschen Befreiungsnationalismus eine gesamteurasische Strategie zu verfolgen. Würde die US-Besatzungspolitik in Afghanistan und im Irak geschwächt, dann könne das den eigenen Zielen nur von Nutzen sein. Dies sollte bei der politischen Aufklärungsarbeit deutscher Nationalisten berücksichtigt werden. Die Strategie der „Eurosibirier“ sei dabei als dem Hauptfeind nützlich zu identifizieren.

Der bereits oben erwähnte Referent machte auf der AT NR heute deutlich, daß die Idee „Eurasien“ ursprünglich aus Rußland stamme. Das sei insofern leicht nachvollziehbar, da sich Rußland geographisch von Europa nach Asien erstrecke. Deshalb sei die eurasische Strategie in ihrem Kern typisch russisch wie die Idee Mitteleuropa typisch deutsch sei. Die eurasische Idee sei im Zeitalter Peters des Großen, also im 17. und 18. Jahrhundert, entstanden, als sich die russische Politik stark auf westliche Vorbilder ausgerichtet habe. Die Slawophilen hätten in Rückbesinnung auf russische kulturelle und religiöse Wurzeln die Gegenbewegung zum bedingungslosen Anschluß Rußlands an den Westen gebildet. Rußland sei „rückständig“ so hieß es von den damals selbst ernannten fortschrittlichen Kräften um Peter den Großen. Als Zeichen des Fortschritts wurde die Hauptstadt von Moskau nach St. Petersburg verlegt, die Bärte der männlichen Landbevölkerung mußten abgeschnitten werden, um nur wenige Beispiele für die Anlehnung an des Westen zu nennen. Das ist in etwa zu vergleichen mit der zwanghaften Modernisierung des Kemal Atatürk in der Türkei (Verbot des Schleiers usw.); auch hierauf gab und gibt es eine (islamische) Gegenbewegung, die brutal unterdrückt wird, wobei dies die westlichen Gutmenschen nicht interessiert, da Mord und Totschlag nach deren Logik immer gut ist, wenn es dem Fortschritt nutzt.

Peter der Große, so fuhr der Referent fort, habe sicherlich richtig damit gelegen, daß das damalige Rußland von den Westeuropäern viel in den Bereichen der Wissenschaften und der Technik lernen konnte, aber dies habe nicht automatisch die Übernahme sämtlicher westlicher Werte bedeuten müssen. Ein Beispiel hierfür ist der heutige Iran unter der Präsidentschaft Ahmadinedschads, der sich ein modernes atomares Programm zulegen möchte, aber keinen Wert auf einen sich öffentlich schwul bekennenden Bürgermeister legt. Bereits Samuel Huntington hat in seinem, bekannten Buch vom „Kampf der Kulturen“ darauf hingewiesen, daß wissenschaftliche und technische Modernisierung und die völlige Übernahme westlicher „Werte“ nicht zwanghaft aufeinander angewiesen seien. Genau darin sieht der US-Imperialist und seine europäischen Vasallen das Problem, daß die Völker des Ostens ihre eigene Modernisierung unter Ausschluß westlicher Dekadenz wählen.

Die russisch eurasische Ideologie, so der Referent, sei eine Antwort auf die aus dem Westen importierten „Werte“ der bürgerlichen Aufklärung gewesen. Der Kern der „westlichen Werte“ bilde der Individualismus und die Auflösung der Gemeinschaften. Daß der Individualismus und die heilige Kuh des Kapitalismus, das Privateigentum, aufeinander verweisen, sei ohnehin klar. In Rußland habe sich unter den Slawophilen besonders der Schriftsteller Fjodor Dostojewski hervorgetan, aber auch die russischen Adeligen (die Bojaren) und die orthodoxe Kirche hätten sich größtenteils in diese antiwestliche Bewegung eingereiht. Es sei die Rede davon gewesen, daß der Westen die russische Seele zersetze. Da in früheren Jahrhunderten die Verwestlichung Rußlands hauptsächlich von deutschen Fachleuten und „Beratern“ ausgegangen sei, sei die slawophile Parole des „Ausländer raus!“ sehr schnell in ein „Deutsche raus!“ umgeschlagen. Die heutigen Slawophilen, so der Referent, seien hingegen deutschfreundlich und würden folgerichtig ihren Feind in den USA, aber auch in der proamerikanisch herrschenden Klasse in den europäischen Ländern sehen – wie in Tony Blair und Angela Merkel.

Auf der zurückliegenden Arbeitstagung „nationalrevolutionär heute“ (AT NR heute) zeichnete ein autonomer Eurasier die Ideengeschichte Eurasiens von ihren Ursprüngen im Zeitalter des Zaren Peter des Großen (1672-1725) bis in unsere Zeit nach.

In der jüngeren Geschichte habe der Georgier und sowjetische Staatsführer Josef Stalin (1879-1953) die eurasische Idee aufgegriffen. Somit sei Stalin der erste Eurasier gewesen, der in Rußland an die Macht gekommen sei. Zudem werde durch dessen kommunistische Ideologie deutlich, daß sich die eurasische Idee einer festen Einordnung in „rechts“ oder „links“ entziehe, diese vielmehr lagerübergreifend sei. Für die eurasische Ausrichtung des Sowjetkommunismus spreche die Rückverlegung der Hauptstadt von St. Petersburg (damals Leningrad) nach Moskau. Während Lenin und Trotzki im Sinne des Marxismus mit der „rückständigen“ russischen Tradition brechen wollten, sei Stalin nur dem Schein nach ein „Marxist“, dafür durch und durch Agrarromantiker gewesen, auch wenn er die Kollektivierung der Landwirtschaft mit Gewalt durchsetzte.
Bei Stalin sei das Sowjetische nur ein Synonym für das großrussische Reich unter kommunistischer Ideologie gewesen. Der gebürtige Georgier habe sich hierzu bewußt in die Tradition der russischen Zaren gestellt, wofür der sowjetische Propagandafilm Eisensteins nur ein Beleg sei. Mit Stalins Losung vom „Sozialismus in einem Land“ habe dieser den Internationalismus des Kommunismus relativiert, der hingegen von Trotzki in reinster Lehre weiterverbreitet wurde. Dafür habe Trotzki dann von Stalin die Quittung präsentiert bekommen. Stalin, der für Massenverbrechen auch im Osten und in der Mitte Deutschlands die Verantwortung getragen habe, habe immer in nationalen Kategorien gedacht, was dessen Spruch „Die Hitlers kommen und gehen, die Deutschen bleiben“ belegt werde.

Nach dem Niedergang der Sowjetunion um das Wendejahr 1991 siegten in Moskau erneut die Westler. Der im Westen überaus beliebte und in Rußland verhaßte Staatsführer Michail Gorbatschow leitete die Auflösung und den ökonomischen Ausverkauf des sowjetischen Imperiums ein, was von dessen Nachfolger Boris Jelzin konsequent fortgeführt wurde. Hierzu verübte Jelzin 1993 einen Verfassungsbruch, gegen den sich sein damaliger Stellvertreter im Präsidentenamt Alexander Ruzkoi leider erfolglos widersetzte. Alexander Ruzkoi vertritt einen großrussischen und somit antiwestlichen Kurs (deutscher Buchtitel: Alexander Ruzkoi: Vom Reich. Verlag der Freunde Berlin 1996).

Infolgedessen konnte Jelzin den unter Gorbatschow begonnen pro-westlichen Kurs fortsetzen, der in eine wilde Privatisierungsorgie mündete, die erst vor wenigen Jahren vom russischen Präsidenten Waldimir Putin gestoppt wurde, der – als Gipfel der Ereignisse – den Oligarchen Chodorkowski nach Sibirien schickte. Zuvor hatte dieser auf äußerst dubiose Weise aus der Konkursmasse der Sowjetunion ein Riesenvermögen akkumuliert. Schließlich hatte Chodorkowski versucht die russische Energieversorgung in amerikanische Hände zu spielen, bis ihm „Zar Wladimir“ das Handwerk legte.

Weil zudem der betreffenden Oligarch dem kleinen Volk angehört, so gilt Putins Rußland dem Westen spätestens jetzt als „Unrechtsstaat“, was heißt, daß in Moskau über das „Recht“ eine andere Vorstellung herrscht als in der BRD. Auch Putin zeigt somit seinen Hang zum eurasischen Ansatz, was nach Osten die Gründung der Schanghai-Organisation mit China und anderen Staaten und nach Westen die Einbindung Deutschlands und Europas beeinhaltet, wofür es unter Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) immerhin ein Entgegenkommen gab (Achse Paris-Berlin-Moskau). Demgegenüber bemüht sich die Antlantikerin Angela Merkel, den deutsch-russischen „St. Petersburger Dialog“ zu sabotieren. Das hatte Merkel sicherlich nicht bei der DDR-Staatsjugend FDJ gelernt.

Seit 1991 gibt es in Rußland wieder eine (neo-) slawophile und somit eurasische Renaissance, da nun wieder offiziell die „westlichen Werte“ dominieren. Als Vordenker gelten hierbei die Schriftsteller Alexander Solschenyzin und Alexander Dugin. Bei der eurasischen Idee handelt es sich um zwei Erscheinungen: zum einen um eine konkrete Weltanschauung mit politischer, religiöser, wirtschaftlicher und sozialer Dimension, zum anderen um ein breites Bündnis mit einer gegen USA und „Atlantismus“ ausgerichteten geopolitischen Konzeption. Zum engeren Kern zählen Pamjat, Monarchisten und die Eurasische Partei, zum breiten Bündnis auch die Kommunistische Partei, weitere konservative und nationalistische Gruppen. Im Jahr 2003 wurde die Internationale Eurasische Bewegung gegründet. 22 Staaten und 20 Regionen waren dabei vertreten unter anderem der Präsident Turkmenistans. Zu Dugins politischen Hauptwerken gehören „Der Stern des unsichtbaren Imperiums“, „Manifest der Eurasischen Bewegung“ und „Grundlagen der Geopoltik“.

Erfreulich sei es, so der Referent, daß das russisch eurasische Spektrum von den Monarchisten bis zu den Kommunisten reicht. Der russische KP-Führer Sjuganow habe dabei kein Problem damit, daß der „Nationalbolschewist“ Dugin keinen richtigen Sozialismus, sondern „nur“ eine Teilsozialisierung vertrete. Somit sei der „Nationalbolschewismus“ Dugins kein „Nationalbolschewismus“ in einer Person oder in einer Gruppe, sondern es liege in Rußland ein breites Bündnis vor, das Monarchisten, Nationalisten und Kommunisten („Bolschewisten“) mit einschließe. Es sei nach Auffassung Dugins ein breites innenpolitisches Bündnis schon deshalb notwendig, da Rußland vom Westen bedroht werde. Hier könne man sich keine Haarspalterei und kein Sektierertum, weder von rechts noch von links, leisten. Ausschlaggebend sei die Erkennung des Hauptfeindes, des Amerikanismus. Eine Trennlinie werde allerdings zu solchen Kräften gezogen, die auf Neoliberalismus, bürgerliche „Demokratie“ und Amerikanismus ausgerichtet seien.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Feststellung, daß es sich in Rußland – anders als in Deutschland und Westeuropa – bei der Idee „Eurasien“ um kein gesellschaftliches Randphänomen handelt. So berichtet die FAZ (vom 12.10.2006), daß sich der geistige Einfluß Dugins bis in die derzeitige russische Regierung auswirke. Der Erfolg von Dugins Konzept rührt daher, daß bei ihm „Eurasien“ klare geopolitische Konturen aufweise, daß vor allem hier eine eigenständige dritte Position zum „Kampf der Kulturen“ vorliege. Geopolitisch, so der Referent, gehe es Dugin um ein Bündnis von Staaten und nicht darum, daß gesamt Eurasien ein einziger Staat (eine politische Einheit) zu sein habe.

Nach diesen interessanten Ausführungen vertrat ich die Auffassung, daß deutsche Nationalisten im Sinne von Carl Schmitt und Ernst Niekisch einen eigenständigen Beitrag zu der neueren Entwicklung einer europäischen und eurasischen Großraumordnung leisten sollten. Dabei kommt es darauf an, „Europa“ und „Eurasien“ ordnungspolitisch aufzufüllen. Da aus lauter nationalen Machtlosigkeiten keine machtvolle Großraumordnung entstehen kann, steht für deutsche Nationalisten die Wiedergewinnung nationalstaatlicher Souveränität im Mittelpunkt, wobei sich in der weiteren Folge ein mitteleuropäisches Reich in eine gesamteuropäische Großraumordnung und diese wiederum in eine erweiterte eurasische Bündnispolitik einzufügen habe. Das entspricht dann einer organischen Lösung. Für alle Bündnisgenossen habe die Verpflichtung zu gelten, die Carl Schmitt mit der europäischen „Großraumordnung mit Interventionsverbot für raumfremde Mächte“ umschrieben hat. Hingegen sind diejenigen, die nicht einmal die Absicht haben, im eigenen nationalen Haus die Souveränität zurückzugewinnen für irgendwelche Großraumordnungen völlig unqualifiziert.





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